Wappen des Kurkölnischen Sauerlandes

(H)Franziska Seibertz, 1855

(H)Winterberg

(H)Gabelkreuz in Scharfenberg

(H)Wocklum

(H)Krippe auf Schloß Melschede

(H)Arnsberg

(H)Waldskulpturenweg

(H)Hof in Kirchveischede

(H)Fluß

(H)Herbstwald

(H)Mitgliederversammlung-Schloß Amecke

100 Jahre Museum und Museumsverein Menden
von J. Törnig-Struck
Sauerland Heft 1/ 2012

100 Jahre Mendener Heimatmuseum

Glunz mit Höhlenbär

Seit 1912 widmet sich das Mendener Museum dem Abenteuer Heimat. Am 21. 11. wird der Verein der Freunde und Förderer des Städt. Museums Menden e.V. gegründet. Dies ist gleichzeitig die Geburtsstunde des Mendener Museums, denn der erste Museumsleiter Friedrich Glunz, Bürgermeister Dr. Ernst Overhues und weitere Mendener Persönlichkeiten gründen den Museumsverein ausdrücklich zum Zweck der Einrichtung eines Heimatmuseums. Mit dem Aufruf „Spendet Altertümer“ beginnt eine Sammlungstätigkeit, die bis heute anhält. Bereits zwei Monate nach der Gründung des Museumsvereins konnten im alten Rathaus zwei Räume eröffnet werden, die die neuen Sammlungsbestände präsentierten. Am Weihnachtsmorgen des Jahres 1914 wurde das heutige Museum für Stadt- und Kulturgeschichte im Patrizierhaus des Kaufmanns Biggeleben eröffnet.

Gleichzeitig wurde im Umkreis des Museums rege Feldforschung betrieben. So konnte Glunz mit dem Medizinalrat Prof. Dr. Keppler für das Mendener Museum einen Vertrag abschließen, der ihm das Recht erteilte, die so genannte Keppler- Höhle, schräg gegenüber der Balver Höhle gelegen, auszuwerten. Sie erwies sich als reiche Fundgrube eiszeitlicher Tierknochen: Im Jahr 1919 konnte Glunz dort über 5000 Knochen für das Mendener Museum bergen. In den Jahren 1924 und 1925 führte Friedrich Glunz umfangreiche Grabungen in der Karhof-Höhle und in der Burghöhle im Hönnetal durch. 1950 wurde von Rektor Robert Frese die Ruine der mittelalterlichen Rodenburg wiederentdeckt und ausgegraben.

Ging es anfangs darum, die Geschichte Mendens, die Ur- und Frühgeschichte des Hönnetals und die „heile Welt“ der Ackerbürger und Handwerker zu bewahren, so steht heute das Motto „Wir machen Geschichte erlebbar“ im Vordergrund. Hinter der schönsten Haustür Mendens erscheint der Kaufmann und Bürgermeister Johann Caspar Biggeleben sogar selbst als „sprechendes Porträt“ und berichtet von seinem üppigen Lebensstil. Dank der Eröffnung einer Zweigstelle im so genannten Schmarotzerhaus, einem kleinen Fachwerkhaus an der ehemaligen mittelalterlichen Wehrmauer, bietet sich inzwischen beim Stadtrundgang und Museumsbesuch die einzigartige Gelegenheit, die Pracht einer barocken Küche mit der Einfachheit einer verrußten Feuerstelle zu vergleichen, Kälte und Dunkelheit eines Arme-Leute-Hauses und die Wohnlichkeit eines Patrizierhauses hautnah zu erleben.

Nach wie vor unterstützt der Museumsverein das Museum durch zahlreiche Aktivitäten und durch den Erwerb von Exponaten für die Sammlung. Auch die österliche Jubiläumsausstellung konnte nur durch die Unterstützung des Museumsvereins ermöglicht werden.

 Das Jubiläumsjahr beginnt am 10. März mit der Sonderausstellung „Osterzeit – Von Ostereiern, Hasen und alten Bräuchen (Sammlung Monika Lennartz, Mönchengladbach). Zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten folgen bis zum Festakt am 24. November, zu dem Prof. Dr. Reiner Feldmann den Festvortrag zum Thema „Geheimnisvolle Orte – Feldforschung im Umkreis des Museums Menden“ hält. .


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