Wappen des Kurkölnischen Sauerlandes

(H)Franziska Seibertz, 1855

(H)Winterberg

(H)Gabelkreuz in Scharfenberg

(H)Wocklum

(H)Krippe auf Schloß Melschede

(H)Arnsberg

(H)Waldskulpturenweg

(H)Hof in Kirchveischede

(H)Fluß

(H)Herbstwald

(H)Mitgliederversammlung-Schloß Amecke

85 Jahre Sauerländer Heimatbund, Sauerland 3/ 2006
Dieter Wurm, 1. Vorsitzender
SAUERLAND 2006/ 3

In diesem Jahr wird der Sauerländer Heimatbund 85 Jahre alt. Im „Hotel zur Post“ in Wennemen bei Meschede fand am 28. September 1921 die Gründungsversammlung des Sauerländer Heimatbundes statt, die in erster Linie der „Vereinigung studierender Sauerländer“ unter Führung des aus Ramsbeck stammenden 22 Jahre alten Theologiestudenten Franz Hoffmeister zu verdanken ist. Er hatte am 16. Dezember 1919 mit sauerländischen Studenten und Gymnasiasten in Paderborn nach den bedrückenden Kriegserlebnissen die Grundlage für einen Neuanfang auf Basis christlicher Wertvorstellungen geschaffen. Dementsprechend heißt es in der in Wennemen einstimmig verabschiedeten Satzung zu den Zielen des Heimatbundes:

„Auf der Grundlage des Christentums Erhaltung, Stärkung und Vertiefung jeder berechtigten sauerländischen Eigenart; Belehrung über heimatliche Natur, Geschichte, Volkskunde und die Werke sauerländischer Literatur und Kunst; Abwehr aller Auswüchse und Verwirrungen der Volksanschauung, Schutz der heimischen Landschaft sowie der Natur- und Kunstdenkmäler.“
Eine kontinuierlich erfreuliche Aufwärtsentwicklung konnte der Sauerländer Heimatbund in seiner Zeitschrift “Trutznachtigall“ in den Folgejahren mit Genugtuung feststellen, die allerdings jäh durch die Naziherrschaft und Kriegsjahre unterbrochen wurde.

Maßgeblich durch den Balver Theodor Pröpper initiiert, gelang am 28. Juli 1950 die erneute Gründung des Sauerländer Heimatbundes. Seit dieser Zeit hat sich der Heimatbund bemüht, im kurkölnischen Sauerland die aus einer 800-jährigen Geschichte erwachsene Tradition aufzunehmen und sich zugleich mit den dringenden Gegenwartsproblemen in den Kreisen, Städten und Dörfern des Sauerlandes zu befassen und insbesondere die Jugend einzubeziehen.

Sichtbaren Ausdruck findet dies im § 2 unserer Satzung: „Der Sauerländer Heimatbund sieht seine Aufgaben in der Heimatkunde und Heimatpflege. Er versteht darunter alles, was dazu beiträgt, in den Menschen Verbundensein mit der Heimat und Verantwortungsbewusstsein für die Heimat zu wecken, zu fördern und zu erhalten.

Mittel und Wege sieht er in Begegnungen, im Erleben und im Wissen von Heimat, besonders in Bezug auf alle Bereiche der Geschichte der Heimat und auf ihre Lebensfragen in der Gegenwart. Der Sauerländer Heimatbund dient damit dem einzelnen Menschen, und er leistet einen Beitrag zur Kultur. Zu diesen Zwecken arbeitet er mit allen Organisationen der Jugend- und Erwachsenenbildung zusammen, die gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen. Er ist besonders bestrebt, mit den kommunalen und kirchlichen Körperschaften, den Schulämtern und Volkshochschulen des Bereichs gute Verbindung zu halten.“

Aktuell beschäftigt uns u. a. ein Thema ganz besonders. Kirchen ändern sich, „Strukturreformen“ scheinen unerlässlich, „Beteiligung Ehrenamtlicher“ wird immer dringlicher. „Zukunftskonferenzen“ und „Kirchengemeinde-Analysen“ sind geboten. In Orientierung auf diese Aufgabenstellung möchten wir uns als Christen mit diesem komplexen Thema „Kirche heute“ in mehreren Facetten auseinander setzen. Den Einstieg macht in dieser Ausgabe Prof. Dr. Hubertus Halbfas, vornehmlich mit dem Ruf nach einer Antwort auf den Priestermangel.


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