Wappen des Kurkölnischen Sauerlandes

(H)Franziska Seibertz, 1855

(H)Winterberg

(H)Gabelkreuz in Scharfenberg

(H)Wocklum

(H)Krippe auf Schloß Melschede

(H)Arnsberg

(H)Waldskulpturenweg

(H)Hof in Kirchveischede

(H)Fluß

(H)Herbstwald

(H)Mitgliederversammlung-Schloß Amecke

In Memoriam Friedhelm Ackermann
SAUERLAND 2005/ 2

Unser Heimatfreund Friedhelm Ackermann verstarb am 21. Mai 2005 im Alter von 70 Jahren an plötzlichem Herzversagen. Der Schnadegang in seiner Heimatstadt Arnsberg sollte sein letzter Lebensweg sein.

Ackermann in memoriam

Mit seiner lieben Frau Lilo und seiner Familie fühlen wir uns in tiefer Trauer und stiller Dankbarkeit verbunden.

Über die Hälfte seines Lebens hat Bankdirektor Friedhelm Ackermann ehrenamtlich im Dienst der Heimatpflege gestanden, sowohl im Arnsberger- als auch im Sauerländer- und im Westfälischen Heimatbund und darüber hinaus als Kreisheimatpfleger des Hochsauerlandkreises. Die Kraft für seine Arbeit schöpfte er aus seiner tief verwurzelten Heimatverbundenheit. Wie er selbst einmal sagte, ging es ihm darum, „Heimat nicht nur als Gabe, sondern mehr noch als Aufgabe erfühlen und begreifen zu lassen, nicht als fertigen Komplex von Erscheinungen, sondern als ein sich Wandelndes, Wachsendes, dem man mitverantwortlich zu dienen hat“. Er setzte sich für die Erhaltung und Erneuerung der in langen Zeiträumen gewachsenen Orte ein. Nach seinem Verständnis gehörte dazu auch die Erhaltung der Bausubstanz, die auf den ersten Blick vielleicht nicht denkmalwürdig, die aber kulturell und landschaftlich prägend war sowie zur Bildung einer regionalen Identität beitrug.

Durch sein fachliches Können und seine umfassenden Kenntnisse über die Heimatregion griffen viele örtliche Vereine, Verbände und Behörden stets gerne auf seinen fundierten Rat und seine Mitarbeit zurück.

Hervorzuheben gilt sein unermüdlicher Einsatz als Vorsitzender des Arnsberger Heimatbundes seit 1973, der unter seiner Führung mit über eintausend Mitgliedern zum stärksten Heimatverein im Sauerland wurde. In seiner geliebten Heimatstadt Arnsberg hat seine Arbeit viele sichtbare Spuren hinterlassen, insbesondere im Denkmalschutz und der Kulturpflege. Das Sauerland-Museum konnte bei den großen Ausstellungen stets auf sein engagiertes Mitverantworten zählen.

Der Sauerländer Heimatbund, zuständig für das ganze kurkölnische Sauerland, fand in Friedhelm Ackermann einen Vorstandskollegen, der zusammen mit unserem Heimatfreund Hans Wevering maßgeblich für unsere Zeitschrift SAUERLAND in der „Schlussredaktion“ verantwortlich zeichnete und sie zum „Flaggschiff“ des Sauerländer Heimatbundes machte, mit der nicht zuletzt in unserem Medienzeitalter besonders wichtigen „Bebilderung“. Es war immer wieder erstaunlich, wie es Friedhelm Ackermann gelang, ein Titel-Foto bereitzustellen, indem sich entweder die Jahreszeiten oder der Sachinhalt des Heftes oder beides widerspiegelten. Man hat ihn häufig als das „Auge des Sauerlandes“ bezeichnet, und wir gestehen gerne, dass er mit seinen meisterhaften Aufnahmen uns das Sauerland in einer Weise nahe zu bringen wusste, die in uns nachklang, auch wenn wir das Heft schon längst beiseite gelegt hatten.

Mit kritischen Augen verfolgte Friedhelm Ackermann die landschaftlichen Veränderungen im Sauerland. Er war einer der ersten, der gegen die zunehmende Zahl der Windkraftanlagen auf den Höhen des Sauerlandes zu Felde zog; er geißelte immer wieder die vielfachen Bausünden in unseren Städten und Dörfern. Er wusste aber auch, dem überkommenen heimatlichem Brauchtum nachzuspüren und es in Bild und Wort den Leserinnen und Lesern unserer Zeitschrift bewusst zu machen.
Viele Institutionen haben sich in der Vergangenheit den Ideenreichtum und die Fachkenntnis Friedhelm Ackermanns zunutze gemacht. Seit 1997 war er Kreisheimatpfleger im Hochsauerlandkreis. Er war sachkundiges Mitglied im Kulturausschuss des Kreises und er arbeitete in wichtigen Gremien des Westfälischen Heimatbundes mit. Für seine heimatbezogene Arbeit wurde er mit dem Ehrenring der Stadt Arnsberg und mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Friedhelm Ackermann konnte noch im Wesentlichen diese Ausgabe unserer Zeitschrift SAUERLAND in Wort und Bild mitgestalten. Er wird über den Tod hinaus mit uns verbunden sein. Er wird eine große Lücke hinterlassen. Wir werden ihm immer ein ehrendes und dankbares Gedenken bewahren.

Dieter Wurm

Dr. Adalbert Müllmann

Vorsitzender des Sauerländer Heimatbundes

Ehrenvorsitzender des Sauerländer Heimatbundes


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