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Schwerpunkte und Ziele in der Arbeit des SHB
Heimatkunde und Heimatpflege klingen für manchen wie Leitgedanken aus vergangener Zeit. Doch der Sauerländer Heimatbund ist ein moderner Verein und stellt hier seine Tätigkeitsfelder und Ziele vor:
Förderung der Verbundenheit mit der Heimat und des Verantwortungsbewusstseins durch vermehrte Zuwendung zur Natur und Landschaft und zu Siedlungen, zur Hebung der Verantwortung für die Umwelt und das historische Erbe in Kunst und Baudenkmälern
Pflege des sauerländer Platt (siehe den Ordner: Platt in Wort und Ton).
Kenntnis der sauerländische Geschichte
Die Auseinandersetzung mit Gegenwartsfragen in Wirtschaft, Politik und Kultur und den damit verbundenen Problemen für alle Menschen unserer Heimat sowohl in ihrer Arbeits- wie Freizeitwelt.
Die Buchpublikationen und die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift SAUERLAND des SHB führen in grundlegende Themen ein.
Ziele
Der Sauerländer Heimatbund arbeitet zukunftsorientiert. Vor allem im gegenwärtig ökologischen und im historischen Bereich sowie in der Heimat-, Landschafts- und Kulturpflege sieht der SHB seine Herausforderungen. Aber im neuen Jahrtausend soll auch die Jugendarbeit verstärkt werden. Das momentane Durchschnittsalter der SHB-Mitglieder liegt knapp über 60 und es soll unbedingt verjüngt werden. Wenn jedes Mitglied nur ein Mitglied unter 30 Jahren für die heimatlichen Aufgaben gewinnt, so wäre das ein gelungener Anfang, denkt sich der Vorsitzende Dieter Wurm. Zwar müsse man auch berücksichtigen, dass junge Menschen eigene Interessen hätten, aber dennoch hätten sie auch viele Gemeinsamkeiten mit der älteren Generation, so Wurm. Hauptsächlich liegen die Gemeinsamkeiten wohl im Bereich der sozialen Gerechtigkeit und in den ökologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der heutigen Zeit. Und gerade deswegen könnten sich die Jugendlichen in diesen Bereichen mit den älteren Mitgliedern gemeinsam engagieren.
Sauerländische Geschichte
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Cuno, Erzbischof von Trier und Administrator der kölnischen Kirche, bestätigt der Stadt Olpe 1368 die von seinem Vorgänger Erzbischof Heinrich 1311 verliehenen Stadtrechte. (Stadtarchiv Olpe: Urk. 3)
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Der Sauerländer Heimatbund will den Menschen ein heimatbezogenes Geschichtsbewusstsein vermitteln.
Dahinter steht die Überzeugung, dass vor allem diejenigen, die gute Kenntnisse über das Schicksal ihres Wohnortes und der umliegenden Region in den vergangenen ereignisreichen Jahrhunderten haben, eine besondere innere Beziehung zu ihrer (Wahl-) Heimat finden und sich auch für die gegenwärtigen und künftigen Fragen der Region verantwortlich fühlen und engagieren. Und nicht nur das. Das heimatbezogene Geschichtsbewusstsein ermöglicht auch eine differenzierte Sicht auf die „großen“ gesellschaftlichen Entwicklungen.
Die Zeitschrift SAUERLAND bemüht sich in vielen Beiträgen, sauerländische Geschichte verständlich und anschaulich darzustellen und das Wissen um die Bedeutung unserer Wurzeln für unsere Gegenwart zu stärken. Darüber hinaus macht sie die neue historische Literatur für alle Interessenten bekannt. Wo immer möglich, arbeitet der SHB mit den zahlreichen örtlichen und überörtlichen Archiven und Museen und den heimatgeschichtlichen Bibliotheken zusammen und unterstützt deren Arbeit, bzw. wird von ihnen bei seiner Arbeit unterstützt.
Natur und Landschaft
Natur- und Landschaftsschutz zu pflegen und weiterzuentwickeln, ist eine der grundlegenden Aufgaben des Sauerländer Heimatbundes. Doch eine Verständigung über den Wert der Landschaft mit den Betroffenen und den verantwortlichen Institutionen gelingt nicht immer. Im politischen Raum, der das öffentliche Bewusstsein spiegelt, herrscht ein großes Defizit an problemsichtiger Argumentation für Natur und Landschaft. Die in den letzten Jahrzehnten erfolgten Landschaftseingriffe unterlagen vornehmlich wirtschaftlichen Interessen. Dass Bauland und Gewerbegebiete notwendig sind, steht außer Frage; die Art, wie dieser Bedarf in die Landschaft gesetzt und belassen wird, ist der Prüfstein allseits deklamierter Heimatliebe. Der Sauerländer Heimatbund versucht, Fehlentwicklungen in diesen Bereichen aufzuzeigen und mit den Naturschutzbünden gemeinsame Wege zu gehen.
Siedlung
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"Haus Hans Hardenacke" in dem Fachwerkdorf Kirchveischede
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Baupflege, wie der Sauerländer Heimatbund sie vertritt, hat mit Haus und Hof, Straße, Dorf und Stadt zu tun. In der Vergangenheit war das Erscheinungsbild der besiedelten Landschaft an regionale Faktoren gebunden. Man baute mit den Materialien des eigenen Landes. Man beachtete die Bedingungen des Klimas und der Topographie. Seitdem Baumärkte alles verfügbar machen, was irgendwo in der Welt produziert wird, schwindet die regionale Identität. Solange diesen Prozessen keine breite Bewusstseinsbildung entgegentritt, die letztendlich in kommunalen Gestaltungssatzungen verbindlich wird, ist diese Entwicklung nicht zu steuern. Der Sauerländer Heimatbund wirbt für das gebaute Erbe, das dem Land sein unverwechselbares Gesicht gegeben hat; er macht auf Vorgänge aufmerksam, die zum Gesichtsverlust der Dörfer führen; er unterstützt eine angemessene Baupflege mit Beiträgen in seiner Zeitschrift SAUERLAND und mit einer Broschüre zum Bauen und Wohnen im Sauerland.
Bezug: Kreisverwaltung Olpe, Landrat-Schrage-Platz, 57462 Olpe, Tel. 02761-81542
Sauerländer Platt
Der Sauerländer Heimatbund hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Sauerländer Platt zu fördern und zu pflegen. Denn eindrucksvoller als manches Bauwerk oder manch eine historische Abhandlung zeigt das Platt, was die Sauerländerinnen und Sauerländer bewegt(e), wie sie ihr Leben leb(t)en, und wie sie sich die Welt dachten und denken. Zwar ist das Platt aus dem Alltag der meisten Menschen verschwunden, aber noch lebt es in zahlreichen Plattdeutschen Runden und Arbeitskreisen und hier und da auch im Schulunterricht. Die Plattdeutschen Arbeitskreise richten Abende und Nachmittage mit Lied- und Textbeiträgen auf Sauerländer Platt aus und gestalten Plattdeutsche Messen und Andachten, die immer wieder großen Zuspruch finden, so auch bei der jährlichen Mitgliederversammlung des SHB (Leitfaden zur Organisation der Mitgliederversammlung). Einmal im Jahr treffen sich die Arbeitskreise aus dem gesamten Kurkölnischen Sauerland zu einem Plattdeutschen Tag in Eslohe. (Informationen: Geschäftsstelle des Sauerländer Heimatbundes) Die Website des SHB gibt dafür Beispiele in Wort und Ton: siehe: Platt in Wort und Ton Außergewöhnlich in seiner Art ist das Mundartenarchiv im Stertschultenhof in Cobbenrode. Es wurde 1999 u.a. mit Unterstützung des Sauerländer Heimatbundes gegründet. Zur Zeit entsteht hier eine umfassende Sammlung von Tonträgern mit plattdeutschen Texten und Interviews aus dem ganzen Sauerland. Die Publikation der wissenschaftlichen Auswertung ist für das Jahr 2004 geplant. Informationen: Mundartenarchiv Stertschultenhof Tel.02973-818554
Publikationen
Autorinnen und Autoren haben sich die Ziele des SHB zu eigen gemacht und Werke von wissenschaftlichem Rang verfasst, die nicht nur für das Studium der sauerländischen Heimatgeschichte sondern für ganz Westfalen von Bedeutung sind. Die Bücher können per E-Mail oder Telefon über unsere Geschäftsstelle Meschede oder über den Buchhandel erworben werden.
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Prof. Dr. Dr. Harm Klueting, Das Herzogtum Westfalen, Band I, Münster 2009
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27,50€ + Porto*
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Das Herzogtum Westfalen Band 2.1 und 2.2, Münster 2012
Bestellschein: hier Literaturverzeichnis Band 1
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35,00 € + Porto*
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Dr. Erika Richter, Sauerländer Heimatbund, 1921 - 2006, Meschede 2006
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5 € + Porto
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Manfred Schöne, Das Herzogtum Westfalen unter hessen-darmstädtischer Herrschaft 1802-1816, 1966
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Elisabeth Schuhmacher, Das kölnische Westfalen im Zeitalter der Aufklärung unter besonderer Berücksichtigung der Reformen des letzten Kurfürsten von Köln, Max Franz von Österreich, 1967
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Helmut Richtering (Bearbeiter), Norbert Scheele (Herausgeber), Das Archiv des ehemaligen Klosters Drolshagen. Urkunden und Akten nebst einem Anhang ergänzender Archivalien, 1969
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Manfred Wolf (Bearbeiter), Das Archiv des Klosters Grafschaft. Urkunden und Akten, 1972
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Manfred Wolf (Bearbeiter), Quellen zur Geschichte von Stift und Freiheit Meschede, 1981
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Alfred Bruns, Die Juden im Altkreis Meschede 1814-1874, Die Schmallenberger Juden 1934-943, 1987
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13,70 €
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Alfred Bruns, Tagebuch der truchsessischen Wirren im Herzogtum Westfalen 1583/84, 1987
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Walter Fritzsch, Jutta Heutger-Berost, Stromversorgung im Sauerland 1891-1935, 1988
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Alfred Bruns, Geschichtsforschung im Herzogtum Westfalen. Der Historische Verein zu Arnsberg, 1992
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24,50 €
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Manfred Wolf (Bearbeiter), Die Urkunden des Klosters Oelinghausen. Regesten, 1992
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23,00 €
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Karl-Heinz Förster, Das Apothekenwesen im ehemaligen Herzogtum Westfalen, 1993
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Helmut Müller (Bearbeiter), Die Urkunden des Klosters Bredelar. Texte und Regesten, 1994
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Außerhalb der Schriftenreihe:
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Friedhelm Ackermann, Alfred Bruns, Burgen, Schlösser und Klöster im Sauerland, 1985
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Eduard Belke, Alfred Burns, Helmut Müller, Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen-Kurkölnisches Sauerland, 1986
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Reinhard Pilkmann-Pohl, Plattdeutsches Wörterbuch des kurkölnischen Sauerlandes, 1988
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Michael Gosmann u.a., Fürstenberger Skizzen-Streifzug durch 700 Jahre weltfälische Familien- und Landesgeschichte, 1995
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* Die Bücher können in der Archivbücherei des Hochsauerlandkreises eingesehen werden. Einzelne Exemplare können auch im lokalen Buchhandel erhältlich sein.
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